Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

LWL-Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum für
Psychosomatische Medizin & Psychotherapie
Bannerbild
Krankheitsbilder Wählen Sie Ihr Krankheitsbild aus der Liste und erfahren Sie mehr über die Behandlungsmethoden.
Kontakt &
Wegfinder
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und vereinbaren Sie einen Termin. Kontakt Anfahrt
Forschung
& Lehre
Nam liber tempor cum soluta nobis eleifend option congue nihil imperdiet Forschung Lehre

Verhaltenssüchte/ Internetabhängigkeit

Medienabhängigkeits und andere Verhaltenssüchte Es geht für die Betroffenen darum, den Weg in die Realität des eigenen Körpers, seiner Umwelt und vor allem die unmittelbare Nähe zu anderen Menschen (wieder) zu finden.

In Deutschland sind mehr als 500.000 Menschen von Internetabhängigkeit betroffen. Dabei geht es ganz besonders um das Abtauchen in Online-Spielwelten, Cybersex und sozialen Netzwerken. Wer vom Internet abhängig ist, leidet häufig auch unter Depressionen, sozialen Ängsten oder Störungen von Aufmerksamkeit und Aktivität.

Eine Abhängigkeit im Sinne einer Sucht erkennt man vor allem daran, ob es in mindestens einem der folgenden Lebensbereiche zu negativen Folgen durch den exzessiven Medienkonsum gekommen ist:

  • Vernachlässigung von Körperpflege, Ernährung und Gesundheit
  • Soziale Probleme in Familie, Partnerschaft und Freizeit
  • Leistungsabfall in Schule, Ausbildung und Beruf

Flyer: Mediensprechstunde Internetabhängigkeit (PDF)
Flyer: Verhaltenssucht-Ambulanz (PDF)

 

Medienabhängigkeit tritt als Internetsucht am häufigsten als Abhängigkeit von Computerspielen, sozialen Netzwerkseiten oder Cybersexangeboten auf und kann zu großem Leid bei den Betroffenen und deren Angehörigen führen.

Im Bochumer Zentrum für Internetabhängigkeit können sich erwachsene Betroffene vorstellen, um fachärztlich eine Diagnose stellen zu lassen und eine Behandlung einzuleiten.

Zum Selbstverständnis des Zentrums für Internetabhängigkeit gehört es, dieses neuartige psychische Krankheitsbild möglichst in all seinen Facetten zu verstehen und zu behandeln.

Bei der Diagnostik wird deshalb ein besonderer Wert auf die individuellen Entstehungsbedingungen der Erkrankung gelegt sowie auf deren Begleiterkrankungen, zu denen vor allem Depressionen und Ängste gehören.

Bei der Behandlung von Internetabhängigkeit finden sowohl verhaltenstherapeutische als auch tiefenpsychologische Therapieansätze eine Anwendung, wobei auch eine unterstützende medikamentöse Behandlung sinnvoll sein kann.

Eine störungsorientierte Behandlung erfolgt vor allem innerhalb einer ambulanten Gruppentherapie, kann aber auch gegebenenfalls im stationären und tagesklinischen Rahmen angeboten werden.

Im Rahmen der ambulanten Gruppenpsychotherapie, die neben einer regelmäßigen Teilnahme vor allem den Willen zur Abstinenz von den abhängig machenden Online-Inhalten voraussetzt, werden die auslösenden und aufrechterhaltenden Faktoren (z. B. Einsamkeit, Angst vor Abwertung in realen sozialen Kontakten oder Versagensängste) des Problemverhaltens erarbeitet. Des Weiteren werden (Handlungs-)Alternativen zum problematischen Online-Konsum entwickelt und eingeübt.

Bei gleichzeitig bestehenden Begleiterkrankungen kann unter Umständen auch eine stationäre oder tagesklinische Behandlung der Internetabhängigkeit angezeigt sein. Diese kann in unserem Hause durchgeführt werden, vorausgesetzt, dass vom Wohnort aus  eine weitere Teilnahme an der spezifischen Gruppenpsychotherapie für Internetabhängige möglich ist.