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LWL-Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum für
Psychosomatische Medizin & Psychotherapie
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Hilfen für den Klinikalltag

Es ist für Sie sicher ein wichtiger Schritt, zu uns zur Behandlung zu kommen.  An dieser Stelle finden Sie Antworten auf Fragen, die uns immer wieder von unseren Patientinnen und Patienten gestellt werden und die wir Ihnen daher schon gerne jetzt beantworten möchten.

  • Wir behandeln Störungsbilder, bei denen in besonderer Weise körperliche (somatische) und seelische (psychische) Vorgänge untrennbar miteinander verbunden sind (psychosomatische Medizin).
  • Wir behandeln Erkrankungen, die mit vorrangig seelischem Leiden wie Ängsten, Depressionen, Zwängen und Reaktionen auf schwere Belastungen oder Ereignisse einhergehen.
  • Wir befassen uns  auch mit körperlichen Beschwerden, bei denen gründliche medizinische Abklärungen keinen sicheren körperlichen Befund erbracht haben, die Betroffenen aber trotzdem erheblich unter den oft jahrelang bestehenden Beschwerden leiden. Man nennt sie somatoforme Störungen.
  • Diese enge Verbindung zwischen seelischen und körperlichen Vorgängen sind Ihnen sicher vertraut, wenn Sie daran denken, wie Gefühle und Stimmungen zu körperlichen Reaktionen führen (z. B. “Kloß im Hals“, “schlägt mir auf den Magen“) und wie körperliche Veränderungen Auswirkungen auf das seelische Befinden haben (z. B. Veränderungen des Körpers durch Krankheiten oder Alter, chronische Schmerzen).

Infolge fehlender oder schwierig verlaufender Erfahrungen in den Beziehungen zu wichtigen Menschen in Ihrer Lebensgeschichte haben sich Probleme mit sich selbst oder Störungen in den Beziehungen zu anderen entwickelt. Wünsche und Befürchtungen, die Sie selbst nur teilweise erleben können, finden ihren Ausdruck in einer Fülle psychischer und psychosomatischer Symptome.

Die Therapie hat das Ziel, Sie mit diesen Erlebensweisen in Berührung zu bringen. Dabei werden Spannungen spürbar, die bisher von Ihnen u. a. auch unbemerkt bestanden. Eine Bearbeitung dieser Spannungen stößt eine weitergehende innere Entwicklung mit Auswirkung auf Ihre Symptome an.

Psychotherapie findet im Rahmen einer therapeutischen Beziehung statt. Sie arbeitet mit psychologischen Mitteln in Form von Gesprächen.

Unsere stationäre Behandlung basiert auf tiefenpsychologisch fundierte und verhaltenstherapeutische Therapiekonzepte. Ärzte, Psychologen, Krankenschwestern/-pfleger und eine Sozialarbeiterin bieten verschiedene Behandlungsverfahren an. Dabei arbeitet jede Berufsgruppe in einem festgelegten therapeutischen Bereich und verfolgt ein abgesprochenes therapeutisches Ziel. In den Teambesprechungen werden die Erfahrungen der Therapeuten aus den verschiedenen Therapiefeldern ausgetauscht.

Es gibt für Therapeuten wie Patienten die Verpflichtung zur Verschwiegenheit nach außen.

Krankenschwestern und Krankenpfleger gestalten die Therapeutische Gemeinschaft. Der Schwerpunkt der Behandlung liegt in der interaktionellen oder verhaltenstherapeutischen Gruppenpsychotherapie in Kombination mit tiefenpsychologisch fundierter oder verhaltenstherapeutischer Einzelpsychotherapie. Bei spezifischen Störungen (z. B. Ängsten, Zwängen, Essstörungen, Traumafolgestörungen) werden zusätzliche verhaltentherapeutische Trainingsgruppen angeboten. Je nach Bedarf ergänzt eine körperliche Behandlung die Therapie.

In der Gruppentherapie dürfen/sollen Sie in Ihrem Interesse alles mitteilen, was Sie aktuell oder aus der Vergangenheit bewegt, alle Gefühle, Gedanken, Erinnerungen, Träume. Dieselbe Grundregel gilt auch für die Einzelpsychotherapie.

Diese Therapieform hilft Ihnen, Ihren Körper bewusster zu erleben und Ihre Körpergefühle wahrzunehmen. Über diese Erfahrung werden wir uns austauschen.

In der Kunsttherapie können Sie mit verschiedenen Malmitteln experimentieren und so zu einem spontanen Bild über Ihr aktuelles inneres Erleben finden. Wir werden dann versuchen, uns im Gespräch über das Bild den Inhalten zu nähern.

Die Therapeutische Gemeinschaft setzt sich zusammen aus allen Patienten und Mitarbeitern unserer Station. In den täglichen Patientenkonferenzen besprechen und reflektieren Sie mit den Krankenschwestern und Krankenpflegern das Zusammenleben auf der Abteilung. Sie können sich vorstellen, dass das wegen der psychischen Belastung aller nicht immer einfach ist. Es ist aber in jedem Fall für Sie eine Chance zur weiteren Entwicklung. Es werden sich Probleme Ihres täglichen Lebens im Stationsalltag wiederholen, mit denen Sie sich in der Therapie auseinandersetzen können.

Die individuelle Vorgehensweise in der Behandlung wird jeweils von Ihrem Therapeuten mit Ihnen abgesprochen. Alles was Sie bewegt, Ihre Probleme, Ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit den Mitpatienten und den Therapeuten können Sie offen und unausgewählt innerhalb der Therapie ansprechen.

Es kann vorkommen, dass es durch die Behandlung z. T. zu erheblichen Veränderungen in Ihrer Stimmung, Ihrem Erleben oder Verhalten kommt. Dies gehört zum Therapieprozess. Sie sollten dies Ihrem Therapeuten mitteilen.

Bei Ihrer Aufnahme und bei Ihrer Entlassung erhalten Sie von uns unterschiedliche Fragebögen, mit denen wir die Veränderung Ihrer Symptome und Beschwerden erfassen. Die Ergebnisse werden für unserer Qualitätssicherung genutzt.

Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Art Ihrer Störung und dem Verlauf Ihrer Behandlung und wird im Allgemeinen in vier-, sechs- oder achtwöchigen stationären Aufenthalten gestaffelt, bei Patientinnen mit Anorexia nervosa kann auch eine längere Behandlungsdauer angesetzt werden. Die Aufenthaltsdauer wird individuell mit Ihnen abgestimmt.

Wir wünschen uns eine gute Zusammenarbeit und Ihnen viel Erfolg in der Behandlung!
Das Stationsteam